Ein Tripp zu dritt


Ich packe meinen Koffer und nehme 7 Bodys, 4 Hosen, 3 Jacken, 4 Shirts, 1 Badetuch, Babynahrung, Windeln mit … die Liste von Dingen, die Sohni für seinen ersten Urlaub braucht, geht noch weiter. Und als fürsorgliche “Das-erste- Mal”-Mami will ich nicht, dass es ihm in der Ferne an etwas mangelt. So spiele ich ziemlich alle Szenarien im Kopf durch, die mit Baby auftreten können und für die ich im Urlaub gewappnet sein muss. Dann wird noch Sohnis Lieblingskissen, seine Kuscheldecke und Unmengen an Spielzeug eingepackt. Als das Auto fertig beladen ist, staunt selbst mein Mann über die Fülle. Ich lasse mir jedoch nichts anmerken (habe ich vielleicht ein bisschen übertrieben?) und bin insgeheim froh, dass wir (mein Mann und ich) nur das Allernötigste mitgenommen haben. Das Weglassen fiel mir gewiß schwerer als ihm. Wann reist eine Frau schon mit nur zwei Paar Schuhen?

Als wir samt Baby im Auto sitzen, freue ich wie ich ein Kind. Es ist vier Uhr nachts. Endlich Urlaub! Endlich weg. Endlich das Meer sehen. Endlich die Seele baumeln lassen. Endlich. Endlich. Schlage allen Bedenken mit meiner ungebrochenen “I-feel-good”-Stimmung ein Schnippchen. Zu weit? Nicht für mich. Baby zu klein? Jetzt erst recht. Urlaub mit Baby ist Stress pur? Wir werden sehen, denke ich. Mein Gefühl sagt, es wird alles gut. Und als Mutter kenne ich mein Baby mitterweile ganz gut und weiß was ich ihm zutrauen kann.

Und Recht hat es, mein Gefühl. Wir verbringen 5 wunder-volle Tage an der Ostsee. Die Dreisamkeit entspannt. Sohni relaxt. Es gibt  für ihn viel zu entdecken: das erste Mal im Sand spielen, das weite Meer bestaunen, im Pool planschen oder im Museum kopfüber stehen. Gemeinsame Unternehmungen stärken das Gefühl eine Familie zu sein. Und trotzdem gibt es Zeit für mich. Ein Buch lesen, im Restaurant frischen Fisch dinieren, den Körper mit einer Massage verwöhnen lassen. Wer sagt, dass Urlaub mit einem Baby stressig ist, der irrt. Noch nie war ich so entspannt.

Dennoch sollte man im Urlaub mit Baby ein paar Spielregeln beachten, damit die schönste Zeit des Jahres für alle ein tolles Erlebnis wird. Das Wichtigste ist zu wissen: Was kann ich meinem Baby zumuten? Wie reagiert es bei Veränderungen? Manchen Babys brauchen ein paar Tage um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, andere schlafen nur in ihrem eigenen Bettchen. Wer die Bedürfnisse von seinem Kind kennt und darauf eingeht, wird mit Ruhe und Erholung belohnt. Generell gilt: Den Tackt für Unternehmungen gibt Baby an. Nach dem Mittagschlaf ist eine gute Zeit, um loszuziehen. Satt und ausgeschlagen ist jedes Baby das bravste dieser Welt. Und nicht zuviel auf einmal. Das strengt an und Baby kann nachtragend reagieren. Unterwegs für Unterhaltung sorgen. Babys finden es toll herumgetragen zu werden und im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen. Wer will da schon stundenlang im Buggy sitzen? Wer viel unternimmt, braucht genügend Schlaf. Das gilt auch für die Eltern. Abends früh genug ins Bett und nicht an der Glotze hängenbleiben. Denn die meisten Babys sind morgens um 7 Uhr schon hellwach und fordern das Gleiche von den Eltern. Wäre doch blöd, wenn man da nicht ausgeschlafen hat, oder?

In diesem Sinne allen eine gute Nacht!

Die Mami

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